Geschichte 1950-1980

1950

9. Mai, Gründung der Sociedad Española de Automóviles de Turismo S.A. (SEAT). Am Aktienkapital von 600 Millionen Peseten halten das staatseigene Industrieinstitut (INI= Institución Nacional de Industria) 51 Prozent, sechs spanische Banken insgesamt 42 Prozent und Fiat sieben Prozent. Grundsteinlegung des Stammwerkes im Industriepark Zona Franca in Barcelona.

1951

Die erste Produktionsstraße wird auf dem 20 Hektar großen SEAT-Werksgelände in der Zona Franca installiert.

1953

Werkseröffnung und Produktionsaufnahme am 5. Juni. Das erste Fahrzeug - ein SEAT 1400 A - läuft am 13. November vom Band und wird auf das Kennzeichen B-87.223 zugelassen. 925 Mitarbeiter produzieren täglich fünf Fahrzeuge.

1954

Die Rate der Bauteile einheimischer Zulieferer für SEAT-Fahrzeuge beträgt 93 Prozent. Die Produktion beträgt 2.938 Autos bei 1.700 Mitarbeitern.

1955

5. Mai, offizielle, feierliche Eröffnung des Werks Zona Franca. Die Produktion überschreitet die 7.000er Marke.

1956

SEAT produziert erstmals in einem Jahr 10.000 Fahrzeuge mit einem Schnitt von 42 Einheiten pro Tag. 1000 neue Arbeitsplätze werden geschaffen.

1957

Der SEAT 600 wird vorgestellt. Die Produktion beginnt am 27. Juni. Er wird für die meisten Spanier das erste, eigene Auto ihres Lebens. SEAT hat 5.000 Mitarbeiter.

1958

Die Produktion des SEAT 600 hat sich versechsfacht.

1960

Das 100.000ste Fahrzeug läuft vom Band.

1961

SEAT produziert 36.000 Fahrzeuge pro Jahr.

1964

Eröffnung eines Verwaltungssitzes am 29. Juni in Madrid. Mit insgesamt rund 10.000 Beschäftigten und einer Tagesproduktion von 300 Pkws gehört SEAT zu Europas wichtigsten Autoherstellern.

1965

SEAT exportiert erstmals in das Ausland: 150 Autos des Typs 1500 gehen per Luftfracht nach Kolumbien, den ersten SEAT-Export-Markt. Das Modell 1500 Kombi wird vorgestellt. Die Jahresproduktion übersteigt 100.000 Einheiten.

1966

SEAT erreicht eine halbe Million gebauter Fahrzeuge. Das neue Modell 850 wird präsentiert.

1967

Die Produktion des SEAT 850 steigt auf 400 Einheiten pro Tag an. FISEAT, die Finanzierungsgesellschaft für SEAT-Kunden, wird gegründet. 14.500 Menschen arbeiten bei SEAT.

1968

Der neue SEAT 124 wird im Mai vorgestellt. Die Jahresproduktion erreicht 200.000 Fahrzeuge. Als einmillionster SEAT rollt ein gelber 124er vom Band. Er wird bei der Show Eine Million für den Besten des spanischen Fernsehsenders RTVE an Frau Rosa Zumárraga übergeben.

1969

SEAT zählt 20.000 Mitarbeiter. Der Export in verschiedene Länder ist auf 3.500 Fahrzeuge angestiegen. Die Modelle 1430 und 124 (5-türer) werden auf dem Markt eingeführt.

1970

Die Exporte verzehnfachen sich. Die Modelle 124 Coupé 1600 und 1800 werden eingeführt.

1971

SEAT ist das größte spanische Industrieunternehmen. Der Export beträgt mehr als 55.000 Fahrzeuge. Der Rennwagen Formula 1430 Monocock Competition Car entsteht.

1972

SEAT gehört zu den 200 verkaufsstärksten Firmen der Welt. Der SEAT 127 wird im April eingeführt und verkauft sich in den ersten sechs Monaten 50.000 mal. Das eigene technische Entwicklungszentrum Centro Technico entsteht mit einigen provisorischen Büros und Einrichtungen.

1973

3. August: Die Produktion des 600 wird nach 800.000 Fahrzeugen eingestellt. Die Modelle 132 und der 1600 Spezial werden eingeführt. Der Export, meist an europäische Industrienationen, überschreitet 78.000 Einheiten. Die Bauarbeiten am Centro Technico beginnen. Die erste weltweite Energiekrise erschüttert die Branche. SEAT wird spanischer Rallye-Meister.

1974

Produktion des zweimillionsten Autos. Mit knapp unter einer Milliarde Dollar Umsatz ist SEAT der acht größte europäische Autohersteller. Obwohl die Krise auch die Automobilindustrie betrifft, weitet SEAT die Kapazität mit dem Erwerb des AUTHI-Werks in Pamplona aus. Eröffnung des Zentral-Ersatzteilagers und der Teileproduktion in Martorell - 30 Kilometer westlich von Barcelona. Produktionsbeginn des SEAT 133. Vorstellung des 127 4-türer, ein exklusives SEAT-Modell. Zum Ende des Jahres werden die Face-Lifts der Modelle 132 und 127 Van vorgestellt. Etwas mehr als 30.000 Mitarbeiter produzieren täglich 1.900 Autos.
1975 SEAT führt die neuen Modelle 131 und 133 ein, eine neue Baureihe 124 und die Face-Lifts der Modelle 132 Diesel und 1200 Sport. Mitte des Jahres ist die erste Bauphase des Centro Technico auf 16.000 qm beendet. Die Mitarbeiterzahl überschreitet 33.000 Personen.

1976

22. Januar läuft der erste 124 D vom Band des Werkes Landaben bei dreimillionste Fahrzeug - einen viertürigen 127. Im April wird der 5-türige 131 eingeführt.

1977

Die zweite Ölkrise. SEAT führt das Face-Lift des 127 ein, der sowohl in Karosserie, als auch in technischer Hinsicht aufgewertet wurde. Das SEAT-Händlernetz in Spanien umfasst 1130 Stationen.
1978 SEAT produziert den 127 mit einem oktan-reduzierten Motor.

1979

Der viermillionste SEAT, es ist der Einmillionste SEAT 127, rollt vom Band. Das Unternehmen beginnt eine zunehmende Annäherung an die Fiat Gruppen-Struktur.

1980

Im Mai beschließt FIAT unerwartet, sich nicht an der Kapitalerhöhung zur Finanzierung eines ehrgeizigen Indiustrie-Restukturierungsplanes bei SEAT zu beteiligen und läutet so das Ende einer 30jährigen Zusammenarbeit ein. 32.000 SEAT-Mitarbeiter setzen eine Milliarde Dollar um.